Chronik des Kirchenbezirkes Dornhan
Der Kirchenbezirk Dornhan besteht seit
53 Jahren
Wussten Sie, dass es die Neuapostolische Kirche mit ihren rund 10 Millionen Mitgliedern in fast allen Ländern der Erde auch ganz in Ihrer Nähe gibt? Zum Beispiel bei uns im Bereich Dornhan, Schramberg, Oberndorf, Sulz in nicht weniger als 23 Gemeinden. Nach der größten Gemeinde, Dornhan, ist der Bezirk benannt.
Die Anfänge finden wir in den zwanziger Jahren als sich auch in unserer Gegend die Nachricht über das wiederbesetzte Apostelamt verbreitete. In Freudenstadt war schon einige Zeit vorher Georg Burkhardt an der Arbeit eine Gemeinde zu gründen. Ihm zu Hilfe kam 1910 der Metzgermeister Gottlieb Scheib aus Cannstatt. Er erwarb 1914 eine Metzgerei in Alpirsbach-Rötenbach und zog nach dort. 1922 bat ein Herr Ganser aus Esslingen am Neckar die Freundin seiner Frau, Christine Welle aus Dornhan, mit ihm zusammen einen neuapostolischen Gottesdienst zu besuchen. Sie wanderten dazu die zwölf Kilometer bis nach Rötenbach.
Das waren nicht die ersten Seelen die im Haus Scheib die neuapostolische Lehre geprüft hatten. Von 1921 bis 1924 kam schon eine kleine Schar Schramberger nach Alpirsbach. Diese kleine Schar war entstanden durch die Arbeit des Glaubensbruders Gotthilf Braun. Er wurde 1919 vom bereits erwähnten Vorsteher der Gemeinde Freudenstadt und späteren Bezirksältesten Burkhardt, von Schopfloch aus in die siebzig Kilometer entfernte Fünftäler-Stadt mit der Bitte entsandt, dort eine Gemeinde zu sammeln. Als Hirte und Vorsteher trug er später Verantwortung für die Gemeinde. Der erste neuapostolische Christ in Schramberg war Bruder Johannes Rath, er wurde 1921 versiegelt. Den ersten Gottesdienst in der eigenen Stadt konnte Georg Burkhardt im Raum des Gasthauses "Schöne Aussicht" halten. Am 1. Januar 1925 wurde die Gemeinde Schramberg selbständig. 1936 konnte, nach einer Zwischenstation in der "Nudelfabrik", eine eigene Kirche gebaut werden.
Bereits im Jahr 1920 wurden in Betzweiler erste Versammlungen durch Priester Scheib abgehalten, Diese Seelen gingen dann allerdings später nach Dornhan zum Gottesdienst. Die erste Zusammenkunft in Dornhan besuchten drei!!! Personen. Doch konnte die Entwicklung nicht aufgehalten werden. Ständig wuchs die Zahl derer, die den Aufbau mit Interesse begleiteten. Das führte 1923 zur Gemeindegründung. Bis 1924 kam man in einer Stube zusammen. Bis 1925 war die Gemeinde auf 77 Seelen angewachsen. Erster Vorsteher war bis 1933 Gottlieb Scheib. Längst war die Stube als Versammlungsort zu klein geworden. Weitere Stationen waren die ehemalige Schuhfabrik Blocher & Ott, die Turnhalle sowie die Nähschule. Als 1930 die Gemeinde auf 100 Seelen anwuchs, entschloß man sich zum Kirchenbau. Noch im selben Jahr weihte Bezirksapostel Schall das neue Gebäude. Ab 1933 diente Wilhelm Grözinger als Vorsteher.
Aus dieser gesegneten Entwicklung heraus besuchten viele Gemeindemitglieder der umliegenden Ortschaften die Gottesdienste in Dornhan. Nach und nach wurden sie als eigenständige Gemeinden abgetrennt. Bereits 1932 fanden in Fluorn Gottesdienste statt. 1949 entstanden Betzweiler, Hochmössingen und Marschalkenzimmern. Drei Jahre später Hopfau und Rosenfeld. Im Jahr 1954 war es Dettingen und 1959 Horb.








